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ARTGERECHTE HALTUNG, PFLEGE UND ERNÄHRUNG DES HAMSTER (ZWERGHAMSTER, MITTELHAMSTER)

» Überblick über die Hamsterwelt
» Ein paar Worte zum Thema Kinder und Hamster
» Noch ein ernstes Wort zum elterlichen Hamster(kauf) fürs Kind
» Zahmheit, Schmusen und Selbstverteidigung
» Gefährdung des Hamsters im Spiel

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Überblick über die Welt der Hamster

Bei den Hamstern ist es leider nicht ganz so einfach, eine Aussage zu machen, die alle unter den Begriff Hamster fallende Rassen betrifft. Grundsätzlich unterscheidet man in der Hamsterhaltung zwischen Großhamstern - die allerdings nicht als Heimtiere gehalten werden, Mittelhamstern, wie dem am häufigsten bekannten klassischen Goldhamster, und Zwerghamstern wie Dsungaren, Campbells und Roborowskis.
Jede dieser Hamster Gruppen hat einen unterschiedlichen Lebensraum, eine andere Lebenserwartung und auch ein anderes Verhalten dem Menschen und seinen Artgenossen gegenüber. Eine grobe Gemeinsamkeit sind ihre aktiven Phasen. Gerade nachts werden die kleinen Kobolde munter. Allerdings sind z.B. die Dsungaren auch tagsüber beim herum stöbern im Becken zu beobachten.

Goldhamster und Zwerghamster gelten als Einzelgänger, die sich nicht mit Artgenossen vertragen.

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Hamster können nur unter bestimmten Bedingungen zu zweit gehalten werden.
Hamster können nur unter bestimmten Bedingungen zu zweit gehalten werden.

Ein paar Worte zum Thema Kinder und Hamster

Die ungünstigen und kurzen aktiven Phasen sind maßgebliche Gründe, warum Hamster nicht für kleinere Kinder geeignet sind. Handelt es sich um ein etwas älteres Kind, müssen Sie je nach Einstellung des Kindes abwägen. Aber ehrlich gesagt spricht eine Menge vernünftiger Gründe gegen die Hamsterhaltung im Kinderzimmer. Die Ironie bei der Sache ist, dass ausgerechnet der schnell bissige und nachtaktive Goldhamster für die meisten Eltern das Einsteigertier Nummer eins in deutschen Haushalten ist! Er braucht angeblich(!) wenig Platz, lebt nicht allzu lange und ihn draußen laufen zu lassen erscheint kein großer Aufwand.
Nur: Der Hamster, der fühlt sich dabei ziemlich elend. Tagsüber wird ihm das Bettzeug geklaut, er wird angestupst und aus dem Schlaf gerissen, eventuell sogar zum Freilauf gezwungen.

Ein kleiner Vergleich: Wie wäre ihr Junior drauf, wenn Sie ihn nachts um 2 Uhr zum Spielen aus dem Schlaf reißen? Er wäre müde, würde wahrscheinlich weinen und wäre zumindest sehr schlecht gelaunt. Er würde probieren, wieder ins Bett zu krabbeln und weiter zu schlafen. Oder aber das genau Gegenteil. Er wäre überdreht, hätte nur Unsinn im Kopf und seine fünf Sinne nicht ganz beisammen.
Genauso geht es dem Hamster - nur, dass dieser bei schlechter Laune eventuell aus Protest noch zubeißt. Wie soll er sich sonst wehren?

Anders sieht die ganze Sache aus, wenn bei allen Familienmitgliedern die Hamsterliebe ausgebrochen ist. Mit einem großen, tollen Käfig in einer ruhigen Ecke lässt sich eine kleine Gruppe oder auch ein Einzelhamster wunderbar ins Alltagsleben integrieren. Auch für Kinder. Sie können schauen was im Käfig los ist, sich mit den Bedürfnissen des Nagers beschäftigen und bei der Pflege helfen, ihn im Freilauf beobachten, oder gar das Gruppenverhalten kennen lernen... all das ist nicht für den eigenen Nachwuchs interessant und lehrreich, sondern bestimmt auch für den Freundeskreis Ihres Juniors.

Unabhängig von der Tierart denken sie als aufsichtspflichtiger Elternteil bitte immer daran, dass Sie eigentlich für das Tier verantwortlich sind und ihrem Kind unterstützend und lehrend zur Hand gehen müssen. Auf Grund der Wendigkeit und Nagevorliebe müssen Hamster im Freilauf gut kontrolliert werden, was für das jüngere kindliches Denken noch nicht umzusetzen ist. Genauso müssen Sie eine tägliche Gesundheitskontrolle durchführen.

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Noch ein ernstes Wort zum elterlichen Hamster(kauf) fürs Kind

Liebe Eltern, Großeltern und Verwandte, ziehen Sie bitte niemals alleine los, um ihr Kind mit einem (zwei) Tier(en) zu überraschen! Das funktioniert nicht. Stellen Sie sich vor ihr Mann / Frau kommt mit einer Bluse oder einem Hemd für Sie nach Hause - das er / sie für Sie ausgesucht hat. Mag ja sein, dass es im ersten Moment schön und eine nette Geste ist, solch ein Geschenk zu erhalten. Und etwas negatives zu sagen, gehört sich dann auch nicht - aber: Wer trifft ihren Geschmack besser? Sie oder ihr Partner? Anziehsachen können im Schrank verschwinden, Tiere nicht!
Deshalb sollten Kinder sich ein Tier selber aussuchen, um wirklich ihr Wunschtier zu bekommen, mit dem sie auch nach dem ersten Anflug von Begeisterung noch glücklich sind. Genauso "cool" in Kinderaugen ist ein fertig eingerichteter Käfig mit einem Gutschein für den bereits festgemachten Züchterbesuch.... und zudem kommt noch die Vorfreude darauf hinzu! Also doppelter Lohn.

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Zahmheit, Schmusen und Selbstverteidigung

Ein Hamster ist wegen seiner geringen Größe und Zerbrechlichkeit kein Streicheltier. Richtig zahm werden Hamster eigentlich nie. Einige lassen sich ohne größere Gegenwehr auf die Hand nehmen, doch die meisten Hamster mögen es nicht - allerdings haben sie nicht die Kraft, ihrem "Halter" zu entkommen. Wer seinen Hamster bei Gegenwehr nicht los lässt, der muss verständlicher Weise mit dem Einsatz der einzigst wirksamen Waffe rechnen - den Zähnen. Um kurz zu demonstrieren, wie wirksam dieser Einsatz ist: Ich musste lernen "Wecke nie einen schlafenden Hamster", denn als ich es einmal unvorsichtig tat, biss der ohne Skrupel heftigst in meine Fingerkuppe und kappte mir damit ausgerechnet im Zeigefinger den Nerv. Es ist ein merkwürdiges Gefühl gewesen, fast 2 Monate mit einer tauben Fingerkuppe durch die Gegend zu laufen.
Eine weitere Gefahr - diesmal allerdings für den Hamster - ist die Verletzungsgefahr beim Beißen. Vielleicht können Sie sich vorstellen, was ich im Augenblick der oben beschriebenen Situation gemacht habe. Ich habe geschrieen, die Hand natürlich vom Körper weggerissen und instinktiv halb um mich geschlagen, da das Blut Tröpchenweise zu Boden fiel. Naja, die Zähne des Zwergs waren (gott sei Dank) sehr gut - er steckte in meiner Fingerkuppe fest, und ich konnte ihn hinterher mit der anderen Hand abpflücken, als ich mich wieder unter Kontrolle hatte. Das war sein Glück. Ansonsten wäre er aus der Schrecksituation heraus ein paar Meter weit geflogen, da bin ich ganz ehrlich. Doch selbst ein einfacher Sturz auf den Boden hätte diesen Hamster schwer verletzt.

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Gefährdung des Hamsters im Spiel

Stellen Sie sich die kleinen Knochen vor und wie dünn sie sind. Selbst ein Sturz aus einem Meter Höhe ist für einen Hamster wie ein Sturz aus dem 2ten Stock für uns Menschen. Sie sind äußert wendig, können sich sehr dünn machen, aus der (Kinder-)hand glitschen und - am allerschlimmsten - einige Hamsterarten haben keinen Höhensinn. Sie merken einfach nicht, ob es vom Schlafhaus 10cm nach unten geht, oder von der Tischplatte fast einen Meter. Wenn man das Bedürfnis hat wegzukommen, dann springt man halt! Unten an kommt man immer. So primitiv denken Hamster zumindest. Hier liegt es dann am Menschen, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen, um solche Unfälle zu verhindern.

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