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SAFT- UND GRüNFUTTER IN DER HAMSTERERNÄHRUNG

» Grünfutter - Kräuter, Obst und Gemüse
» Langsame Gewöhnung an Grünfutter!
» Entsorgung von Grünfutter
» Geeigente Leckerchen
» Abnutzung der Nagezähne

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Grünfutter - Kräuter, Obst und Gemüse

Der tägliche Speiseplan kann nicht mit Kräutern und Grünfutter ergänzt werden, er muss es sogar!

Um Hamster mit ausreichenden Mengen an Vitaminen und Mineralien zu versorgen, sollten Sie ihnen getrocknete oder frische Kräuter, Obst und Gemüse anbieten. Wenn Sie das einige Zeit gemacht haben ist es unumgänglich, dass sie sich ein wenig mit Naturheilkunde beschäftigen. Jedes Kraut hat eine Wirkung, und Tiere reagieren genauso wie kleine Kinder verstärkt auf seine Wirkung.

Hamster lieben zum Beispiel getrocknete Brennesseln und Löwenzahn – Brennessel wirkt allerdings genauso wie Löwenzahn harntreibend und zusätzlich appetitanregend. Es kommt halt immer darauf an, was man bei welchem Tier bewirken möchte.

Sie sehen schon - dieses Thema ist nicht ohne. Allerdings können Sie nicht alles auf einmal lernen, deshalb sollten Sie gerade das Thema Kräuter genauso langsam angehen lassen, wie die Umstellung auf frisches Grünfutter.

An Grünfutter sind unter anderem

  1. Löwenzahnblätter
  2. Gras
  3. Huflattich
  4. Petersilie
  5. Wegerich
  6. Äpfel
  7. Blumenkohlblätter
  8. Broccoli
  9. Paprika
  10. Fenchel
  11. Salatgurke
  12. Möhren mit Grün

geeignet. Im Internet sind etliche Listen zu finden, die immer auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand gehalten werden und teilweise auch die medizinischen Wirkungen mit beschreiben. Ansonsten würde ich Ihnen ein Heilpflanzenbuch nahe legen. Ein schönes Online-Naturheilkunde-Lexikon wird ihnen auf der Linkseite empfohlen. Eine tabellarische Übersicht gibt es auf Hamster ABC Ernährung. Getrocknete Kräuter gibt es in jeder guten Tierhandlung zu kaufen, frisch sollten Sie fern ab der Straße gepflückt und gut gereinigt werden.

Obst und Gemüse: Von Kopfsalat sollten Sie wegen der Schadstoffbelastung besser absehen, sofern er nicht aus dem eigenen Garten stammt.
Ansonsten mögen Hamster meist das, was auch auf den gesunden Speiseplan eines Menschen gehört. Zitrusfrüchte enthalten stärkere Säuren und sollten nur sehr vorsichtig bis gar nicht verfüttert werden.

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Jeder Hamster liebt Grünfutter und sollte es täglich bekommen.
Jeder Hamster liebt Grünfutter und sollte es täglich bekommen.

Langsame Gewöhnung an Grünfutter!

Wichtiger Hinweis: In den meisten Fällen ist ein Hamster Grünfutter nicht gewöhnt, wenn er zu Ihnen kommt. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Sie ihn extrem langsam eingewöhnen. Das Tier isst, was es mag – und achtet nicht darauf, ob es davon eventuell Durchfall oder Verstopfung bekommt. Deshalb dürfen Sie Grünfutter nur in kleinen, sich langsam steigernden Mengen anbieten, bis es am Ende etwa 30 – 40% der Tagesration ausmacht. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten drei, vier Wochen vergehen in denen Sie die Verdauung Ihres Tieres stets im Auge behalten müssen. Sie können die Umgewöhnung mit darmfördernden Mitteln wie Bird Bene Bac oder kleinen Mengen probiotischen Joghurts unterstützen.

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Entsorgung von Grünfutter

Grünfutter muss einige Stunden nach der Gabe wieder aus der Unterkunft des Hamsters entfernt werden, wenn es nicht aufgefressen wurde. Dazu sollte man die Lieblingsverstecke genau überprüfen, um so unterirdische Vorratskammern zu erwischen. Das Grünzeug fängt teilweise schon einige Stunden nach der Gabe an zu gären (Obst) und bildet einen hervorragenden Boden für krank machende Bakterien.
Angetrocknetes Grünfutter (wie Möhren und Salatgurke) wird von den Tieren normalerweise nicht mehr angenommen und sollte deshalb nicht in ihrer Nähe verbleiben.

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Geeignete Leckerchen

Zum Anlocken oder auch mal einfach für zwischendurch. Aber: Immer nur in kleinsten Mengen!!! Beliebt und verträglich sind dann:

  1. Hagebutten
  2. Kolbenhirse für Zwerghamster (kleinere Stücke)
  3. Protein in Form von Hundetrockenfutter, Brekkies oder Mehlwürmern
  4. Ein wenig fettarmer Joghurt
  5. Gekochte und rohe Nudeln
  6. Getrocknete oder frische Kräuter
  7. Obst
  8. Gemüse
  9. Zwieback und Knäckebrot in kleinen Mengen (Salz, Gewürze)
  10. Haferflocken

Von (Erd-)Nüssen und Sonnenblumenkernen etc. ist abzuraten, weil sie nicht gut verträglich sind . Sie haben einen sehr hoher Fettgehalt, der den Tieren stark auf den Körperbau schlägt und im Extremfall zu Langzeitschäden (wie Leberverfettung) bzw. zu Krämpfen führen kann. Auch Grünzeug (z.B. Schlangengurke) ist in größeren Mengen für diese Tiere wahrlich ein Leckerbissen.

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Abnutzung der Nagezähne

Da Hamster ständig nachwachsende Zähne haben, müssen sie immer genügend Material haben, um sich diese abzuwetzen. Äste von Hartholzbäumen eigen sich hervorragend. Nicht aus der Nähe von Straßen bitte. Die Äste können ruhig noch Knospen und kleine Verästelungen haben. Sie sind zusammen mit der Rinde äußerst schmackhaft und dienen außerdem der Abnutzung der Zähne.

Richtige Nagersteine dürfen nur dann angeboten werden, wenn das Tier nicht zu intensiv an ihnen arbeitet. Nagersteine bestehen vor allem aus Calcium und können bei starker Aufnahme so schnell zu einer Überversorgung führen, die schwere Krankheiten auslöst. Sofern ihr Hamster einen Stein innerhalb von ein paar Tagen komplett zerlegt, sollten Sie bitte darauf verzichten und Alternativen anbieten. Statt den normalen Nagersteinen kann man im Bauhandel für knapp 1en Euro Y-Tong Platten besorgen, die sich mit dem Hammer zerschlagen lassen. Je mehr Kanten die Bruchstücke haben, desto besser. Im Zoohandel zahlen sie für einen formschönen Würfel von 5 x 5 cm aus gleichem Material allerdings schon 3 Euro.

Mineral- und Salzlecksteine sind für Hamster bei einer ausgewogenen Ernährung nicht notwendig und führen bei zu starkem Verzehr zu einem körperlichen Ungleichgewicht, das Krankheiten auslöst.

Reine Holzarten wie zum Beispiel von Obstbäumen eigenen sich auch als Snack zwischendurch. Probieren Sie verschiedene Arten aus, aber achten Sie darauf, dass diese Arten möglichst von abseits gelegenen Bäumen stammen. "Hohlholzarten" sind giftig und dürfen nicht verfüttert werden (Die Äste sehen beim durchbrechen aus, als wären sie mit Watte oder ähnlichem gefüllt und haben wirklich einen kleinen Hohlraum im Inneren).

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