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» Mindestgröße einer Behausung
» Gitterkäfige aus dem Zoohandelsangebot
» Negative Punkte des Gitterkäfigs
» Auswirkungen von schlechten Käfigen und wie man es verhindern kann
» Umgestaltung von Gitterkäfigen
Aktuelle Seite: Nagetiere-Online.de | Hamster | Hamsterkäfige aus Gitter
Der Hamsterkäfig kann nie groß genug sein. Doch sollten Sie darauf achten, dass die Längenmaße 80 cm selbst für einen einzelnen Hamster – egal ob Mittel- oder Zwerghamster - nicht unterschreiten.
Die Begründung dafürliegt in der Tatsache, dass alle Hamsterarten Lauftiere sind, die des Nachts ein sehr großes Revier auf der Suche nach Nahrung ablaufen.
Ein Laufrad im Käfig ist zwar eine nette Unterstützung, allerdings kein Ersatz in einem zu kleinen Hamsterkäfig.
Die meisten Zoohandelskäfige sind schon auf Grund ihrer Größe nicht für eine artgerechte Hamsterhaltung geeignet!
Doch selbst ein kleinerer Hamsterkäfig lässt sich ab einer bestimmten Größe und Höhe sinnvoll nachrüsten, wie Sie weiter unten lesen werden.
Der Handel hat leider einen großen Einfluss auf das, was Menschen in der Tierhaltung als "richtig" empfinden. Was sich gut verkauft, dass muss auch gut sein. Oder?
Ich selber würde sagen: Schlechte Angewohnheiten verbreiten sich gerade dadurch, dass sie durch den Handel als "geeignet" angepriesen und keine vernünftigen Alternative angeboten werden So sind leider auch die furchtbaren, winzigen Hamsterkäfige aus Gitter nie aus der Mode gekommen.
Im Normalfall ist er bunt, hat Plastikröhren, maximal eine kleine obere Etagen, ist 30 x 45 cm groß und 20cm hoch, und gerade im Angebot. Und schon steht er im Auto auf der Rückbank, weil es vielleicht ein Spontankauf war und der Fachhändler einem diesen Käfig nahe gelegt hat. Das ist der persönliche Alptraum eines jeden Hamsters, der leider an der Tagesordnung ist. Hier ein paar Gründe, die gegen Hamsterkäfige aus Zoohandlungen sprechen:
Die meisten Verhaltensstörungen treten bei Hamstern in Gitterkäfigen auf. In Käfigen, wie sie in jedem Handel und älterem Buch als "normal" beschrieben werden.
Besitzen Sie bereits einen solchen Hamsterkäfig und hat dieser eine kleine Grundfläche, dann werfen Sie ihn, samt den 20 Euro die Sie dafür bezahlt haben, auf den Müll. Ist er aber mindestens 60cm lang und hat auch eine Höhe von knapp 40cm aufwärts, dann können Sie ihn durchaus weiter benutzen - und lieber umbauen, statt neu zu kaufen. Kein Käfig ist wirklich mies, wenn man das entsprechende aus ihm macht. Sogar zwei zu kleine Käfige lassen sich zusammen schließen und so zu zwei kleinen, miteinander verbunden Zimmern einrichten (Käfigverbund - Hamsterkäfige selber bauen).
Die einfachen Hamsterkäfige sind nicht unbedingt mit Zwischenetagen eingerichtet. Dieser Zustand ist nicht ausreichend für eine dauerhafte Unterbringung. Aber mit etwas Phantasie und nur minimalen handwerklichen Fähigkeiten lässt sich aus einem gekauften Käfig, in dem die vorhandene Fläche kaum ausgenutzt wird – ein wundervoller Käfig mit mehr als der doppelten Grundfläche gestalten.
Sind Etagen vorhanden, aber aus Gitter, dann kann der Hamster sich schwer verletzen. Siehe dem Beispiel oben mit der wackeligen Holzbrücke. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass die Etagen festen Boden haben. Schneiden Sie sich notfalls selber Holzstücke zurecht und befestigen Sie diese auf den eben Etagen so, dass das Tier bequem drauf laufen kann. Exkremente lassen sich leicht herunter pusten, und wenn Sie den Käfig komplett reinigen, wischen Sie einfach nur mit einem feuchten Tuch über das Holz. Die Leitern dazwischen können ruhig aus Gitter sein, wenn sie gesichert werden. Die Leiterchen kann man mit zusammen gelegten Küchenpapier durchweben. Also alle paar Streben mal oben und dann wieder unten durch ziehen. Es ist sehr billig, kann leicht ersetzt werden und ist zudem noch eine gute Beschäftigungstherapie für die Gnome.
Ist die Wanne nicht hoch genug, dann kann man sich für wenig Geld im Bauhandel Plexiglasstreifen in gewünschter Höhe zurecht schneiden lassen, und diese von außen am Käfig befestigen. Von der Außenseite können sie sogar mit Tesafilm zusammen geklebt werden, da der Hamster ja nicht dran kommt. So kann die unterste Etage mit hoher Einstreu, Heu und Papier gefüllt werden, ohne die ganze Käfigumgebung zu verderben.
Statt einem Plastikhaus kann man am besten einen Nistkasten für Sittiche verwenden. Zum rausnehmen bei der Reinigung ist er optimal (siehe Einrichtung). Dazu noch dunkel, akustisch isoliert und im Notfall von oben zu öffnen. Und die Grundfläche wird nicht verkleinert, da die Hamster oben auf die beste Aussicht haben.
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