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Aktuelle Seite: Nagetiere-Online.de | Hamster | Lautsprache & Körpersprache
Der nächste Dauerbrenner zum Thema Irrglauben. Ein Laufrad ist keine Pflicht für einen Hamster, wichtiger ist eine vernünftige Grundfläche, denn in der freien Natur legt unser kleiner Geselle während seiner Wachphase etliche Meter zurück, um genügend Nahrung zu finden. Da dies in den meisten Käfigen nicht möglich ist, soll ein Laufrad für die mangelnde Bewegung Ersatz bieten. Aber dieser "Ersatz" kann bei falscher Konstruktion und falschem Einsatz zur gefährlichen Falle werden. Laufräder aus Gitterstreben sind gerade für Zwerge nicht zu gebrauchen. Die kleinen Pfoten können im Eifer des Gefechts zwischen die Streben geraten und die Beinchen brechen wie Salzstangen. Was Sie dagegen tun können? Nehmen Sie trotz der Bezeichnung "Hamsterlaufrad" nicht unbedingt das kleinste Laufrad. Lieber eine Nummer größer und dafür mit einem Juteband versehen oder komplett verschlossen (eine Seite offen). In der heutigen Zeit haben unsere Tiere das Glück, dass sie ein Wodent Wheel erstehen können, wie es sie zum Beispiel bei Rodipet gibt. Die Wodent Wheels gehören wohl zu den ungefährlichsten auf dem Markt und sind sehr zu empfehlen.
Sind die Kobolde beim teueren Juteband sehr nagefreudig, dann geht es auch günstiger. An einem größeren Laufrad kann man mit einem zusammen gelegten Küchenpapier die Verletzungsgefahr selber eindämmen und es bequem austauschen. Nicht zu unterschätzen ist eine Krankheit bzw. Verhaltensstörung, die mit dem Laufrad zusammen hängt. Die Laufradsucht. Im ersten Moment hört sich das vielleicht amüsant an, aber es ist ernst zu nehmen. Betroffene Tiere können sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode laufen. Sie fressen kaum noch, verlassen das Rad immer seltener und brechen irgendwann vor Erschöpfung zusammen. Als Faustregel gilt: Läuft der Hamster mehr als 1 bis maximal 2 Stunden am Tag, muss das Rad raus! Geben Sie es ihm notfalls nur noch Stundenweise zum Spielen.
Wieder einmal ein Spielzeug, an dem nur der Mensch Spaß hat. Einen Hamster in ein komplett geschlossenes Behältnis zu stecken, aus dem er nicht selber entrinnen kann, grenzt nicht nur an Tierquälerei, sondern ist es.
Es mag ja sein, dass es auf den ersten Blick so ausschaut, als hätte der kleine seine Freude - aber Panik und Freude äußern sich nicht im Gesichtsausdruck. Ob er vor Freude rennt oder panikartig einfach flüchten möchte, es kommt optisch auf das selbe heraus. Bedingt geeignet und immer noch nicht zu empfehlen sind Joggerbälle, an denen sich das Seitenteil ganz heraus nehmen und ohne es benutzen lässt. Hier gibt es Produkte mit Ständer, die im (!!) Käfig und offen ein halb geschlossenes Laufrad ersetzen können und dabei sehr sicher sind. Wichtig ist nur, dass der Hamster immer, immer, immer selber wählen kann, wann er das Rad betritt und wann er es wieder verlässt.
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